Körper-T
Definition
Das Körper-T beschreibt die grundlegende Körperausrichtung eines Bogenschützen im Vollauszug. Von vorne beziehungsweise in der Frontalansicht bilden Oberkörper und Arme vereinfacht die Form eines T: Der Oberkörper bildet den senkrechten Teil, die ausgestreckten Arme den waagerechten Teil.
Grundposition
Beim Schießen sollte der Oberkörper möglichst stabil und aufgerichtet sein. Die Schultern sollen sich nicht unnötig nach oben bewegen. Der Kopf wird möglichst natürlich und reproduzierbar positioniert.
Schultern
Die Schulterlinie ist ein wichtiger Bestandteil der Schussgeometrie. Eine grundlegende Zielvorstellung ist eine stabile Schulterposition, bei der die Bogenarmschulter nicht hochgezogen wird und die Zugschulter kontrolliert in die Gesamtbewegung eingebunden ist.
Rumpf
Der Oberkörper sollte grundsätzlich aufgerichtet bleiben. Ein seitliches Abknicken oder übermäßiges Zurücklehnen kann die Schussgeometrie verändern. Im Feld- und 3D-Bogensport können Gelände und Schusswinkel Anpassungen erforderlich machen. Das Grundprinzip einer stabilen Körperachse bleibt dennoch erhalten.
Körper-T und Rückenspannung
Das Körper-T ist nicht allein eine Armposition. Eine stabile Schussposition entsteht aus dem Zusammenspiel von Füßen, Beinen, Becken, Rumpf, Schultergürtel, Bogenarm, Zugarm und Kopfposition. Die Schultern sollen nicht einfach mit Gewalt nach hinten gezogen werden. Die Position soll aus einer funktionierenden Bewegung des Schultergürtels und einer kontrollierten Rückenspannung entstehen.
Körper-T als Kontrollbild
Für Anfänger ist das Körper-T ein einfaches Kontrollbild: Ist der Oberkörper aufrecht? Sind die Schultern stabil? Sind die Arme sinnvoll ausgerichtet? Bleibt die Kopfposition reproduzierbar?
Wichtig
Das Körper-T ist kein starres Dogma. Anatomie, Bogenart und Schießtechnik unterscheiden sich. Das Ziel ist eine stabile, effiziente und reproduzierbare Position, die zum jeweiligen Schützen und seiner Ausrüstung passt.
