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Hybridbogen

Aus Bogensport-Wiki
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Definition

Der Hybridbogen ist eine moderne Bogenbauform, die Merkmale von Langbogen und Recurvebogen miteinander verbindet. Typisch ist eine Reflex-/Deflex-Geometrie, bei der Bereiche nahe dem Griff deflex und die Wurfarmenden wieder reflex ausgeführt sein können.

Bauweise

Typisch sind längere, schlanke Wurfarme, eine leichte Reflex-/Deflex-Geometrie und moderat reflexe Wurfarmenden. Häufig handelt es sich um laminierte Bögen aus Holz und modernen Materialien wie Glasfaser.

Unterschied zum Langbogen

Gegenüber einem klassischen Langbogen sind die Wurfarme stärker geformt. Je nach Konstruktion kann dies eine kompaktere Bauform, höhere Pfeilgeschwindigkeit und ein anderes Schussverhalten ermöglichen.

Unterschied zum Recurvebogen

Die Krümmung ist meist deutlich geringer als bei einem klassischen Recurve. Die Sehne liegt typischerweise nicht großflächig an den Wurfarmenden an.

Schussverhalten

Viele Hybridbögen werden für weiches Auszugsverhalten, relativ ruhigen Schuss, geringen Handschock und gute Handlichkeit geschätzt. Die tatsächlichen Eigenschaften hängen stark von Konstruktion, Bogenlänge, Zuggewicht, Material und Tiller ab.

Reflex-/Deflex-Geometrie

Die Geometrie beeinflusst unter anderem Vorspannung, Kraftkurve, Auszug, Pfeilgeschwindigkeit, Handschock, Geräuschentwicklung und Stabilität.

Materialien

Moderne Hybridbögen werden häufig als Laminatbögen aus Holz, Glasfaser, Carbon oder anderen Verbundmaterialien gebaut.

Einteilig und Take-Down

Hybridbögen gibt es sowohl einteilig als auch als Take-Down-Systeme. Bei Take-Down-Modellen können die Wurfarme vom Mittelteil getrennt werden.

Einsatzbereiche

Hybridbögen werden besonders im traditionellen Bogenschießen und 3D-Bogensport eingesetzt, daneben auf Feldparcours, im Training und teilweise in Jagdbogendisziplinen.

Instinktives Schießen

Hybridbögen werden häufig ohne Visier und mit traditionellen Zielmethoden eingesetzt. Möglich sind beispielsweise instinktives Schießen oder Gap Shooting. Die Bogenform schreibt die Schießtechnik jedoch nicht automatisch vor.

Wettkampfklassen

Hybridbogen ist keine weltweit einheitlich definierte Wettkampfklasse. Die Einordnung hängt vom jeweiligen Verband und Regelwerk ab. Beim DBSV wird der Hybridbogen beispielsweise innerhalb der Jagdbogenklasse beschrieben.

Bekannte Hersteller und Modelle

Beispiele aus dem Markt sind Bodnik Bows, Bearpaw, Falco, Antur und spezialisierte Custom-Bogenbauer. Bekannte Modelle beziehungsweise Modellreihen sind beispielsweise Bodnik Bows Mohawk, Slick Stick und Quick Stick sowie Antur Drogon. Die Aufzählung stellt keine Rangliste dar.

Vorteile und Grenzen

Ein Hybridbogen kann Eigenschaften von Langbogen und Recurve verbinden. Die Bezeichnung allein sagt jedoch nichts über die tatsächliche Leistung aus. Bogenlänge, Zuggewicht, Auszug, Geometrie, Material, Tiller, Pfeilgewicht und Sehne sind entscheidend.

Kurz erklärt

Hybridbogen = Verbindung aus Langbogen- und Recurveeigenschaften. Typisch ist eine leichte Reflex-/Deflex-Geometrie mit moderat reflexen Wurfarmenden.